Singen

 

Seit Anfang des Jahres nehme ich nun Gesangsstunden und arbeite mich langsam voran. Die größte Erkenntnis, die mir dieser Unterricht gebracht ist, ist die Überzeugung, dass Singen für mich ausschließlich über fühlen passieren kann. Offensichtich gibt es keine Verbindung von meinen Ohren zu meiner Stimme, so dass die übliche Art und Weise:  -Ton hören und nachsingen – nicht funktioniert. Aber es funktioniert, wenn ich in Resonanz zu dem Ton gehe, die Schwingung mit meinem Körper aufnehme und dann ausdrücke. Dann erklingt, oh Wunder der richtige Ton. Wenn er richtig ist, fühle ich das im ganzen Körper, denn er schwingt dann auf der gleichen Frequenz. Am Anfang hat es mich ziemlich verwirrt, jetzt lerne ich nach und nach immer besser, es aktiv einsetzen zu können. Irgendwie spannend – und in der letzten Stunde habe ich mich gefragt, was würde eigentlich passieren, wenn wir immer so durchs Leben gehen. Die Frequenzen spüren und mitschwingen oder weggehen, wenn wir sie nicht haben wollen. Wäre der Umgang dann entspannter, friedlicher, liebevoller. Ich glaube schon, ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

 

Kristallisationspunkt

 

Die Luft ist schwer, schwer von Ängsten, Bedenken, Abwehr und Ablehnung. Wer fühlen kann, spürt es, jeden Tag. Es kommt mir so vor als sei Corona ein Kristallisationspunkt, der alles nach oben spült, was da so in den Menschen schlummert. Die Ängste, die Ablehnung, die Wut, den Hass, den Neid, die Masken die wir tragen. Jetzt zeigt es sich, überdeutlich. Es liegt sozusagen auf dem Präsentierteller. Was machen wir nun damit? Ich glaube, es will angeschaut und gewürdigt werden und dann in mir geheilt werden. Betonung liegt auf "in mir". Jeder ist aufgefordert bei sich zu schauen, seine Ängste abzubauen, mit seiner Ablehnung umzugehen.

 

Nicht die anderen haben Schuld, dass es mir so geht wie es mir geht. Nicht die Geimpften und nicht die Ungeimpften. Alle sind lediglich Projektionsfläche für meine unbewussten Gefühle.

 

In Wirklichkeit bin ich völlig frei zu gehen, wohin ich will, zu treffen, wen ich will, zu umarmen, wen immer ich will. Frei und ohne Ängste und ohne irgendjemandem den Vorwurf zu machen, dass es gerade wegen ihm nicht möglich sein soll. Verantwortungsvoll selbst zu entscheiden, ob ich mich gerade so krank fühle, dass ich besser zu Hause bleibe oder ob sich der andere so krank anfühlt, dass ich ihm besser aus dem Weg gehe. Wenn wir frei sind von Ängsten, Erwartungen und Meinungen, dann können wir das – alle.

 

Andere Zeiten

Manchmal steht man da und reibt sich verwundert die Augen. Da erledigt man eine Aufgabe seit Jahren zur Zufriedenheit aller. Dann wechselt das verantwortliche Team und plötzlich wird es schwierig, richtig schwierig. Nichts ist mehr richtig, es hagelt Kritik. Freundlich verpackt, aber konsequent. Manche Kritik ist schwer nachvollziehbar. Es scheint als würde das neue Team daran arbeiten, das eigene Profil zu schärfen. Was tun? Die Freude an der Tätigkeit ist verschwunden, Stress und Unsicherheit kommen auf, das macht die Situation nicht besser.
Wie damit umgehen? Sich zurück ziehen, den Kampf aufnehmen oder einfach gelassen bleiben, die eigene Haltung freundlich beibehalten? Sich nicht verunsichern lassen und vielleicht die Reißleine ziehen und den Auftrag zurück geben.
Es gibt einige Optionen, sie wollen ausprobiert werden.

Realität

 

Diese Woche ein Artikel von Claudia Shkatov in den Newslichtern. Sie schriebt über Verantwortung und meint damit, dass wir alle für unsere eigene Realität verantwortlich sind. Sie schreibt: „Die meisten Menschen glauben, dass unsere Realität unsere Gedanken, Gefühle, Entscheidungen und Handlungen hervorruft. Und nicht umgekehrt. Sie gehen davon aus, dass sich das, was sich im Außen in unserem Leben an Erwünschtem und insbesondere an Unerwünschtem zeigt, von äußeren Kräften gemacht wird – Krieg, Liebe, Politik, Arbeitslosigkeit, Seitensprünge, Lottogewinne, Umweltkatastrophen oder das Wetter.“ Normal, oder? Viele stimmen dem zu. Im Text geht es dann weiter mit dieser Behauptung: „Die Wahrheit ist, dass rein gar nichts zu mir ‚fällt‘. Ich ziehe selbst Dinge, Situationen und Menschen in mein Leben. Meine Gedanken und die dazugehörigen Worte, Taten und Emotionen senden Signale aus wie ein Radiosender und holen mir genau die Realität, auf deren Frequenz ich sende. Und nicht umgekehrt.“ Sie ist in jahrelanger Testarbeit zu der Überzeugung gekommen, dass das stimmt. Ich kann ihr da nur zustimmen. Auch ich bin der festen Überzeugung, dass mein Blickwinkel bestimmt, was ich erlebe. Gerade aktuell kann man wunderbar beobachten, wie das funktioniert. Welche Nachrichten nehme ich wahr und welche nicht?

 

Wenn das so ist, trage ich große Verantwortung für das, was ich denke, um so die Realität, die ich erlebe zu beeinflussen. Und wie bei so vielen Fähigkeiten im Leben will das geübt werden. Ich darf immer bewusster werden und lernen mit meinen Gedanken zu spielen. Weg von diesem „Ich bin mein Gedanke“ hin zu „Ich habe Gedanken, die ich jederzeit verändern kann“.

 

Stellt euch doch mal die Frage: „Woher kommt mein nächster Gedanke?“

 

Viel Spaß beim Üben!

 

Herz

 

Diese Woche kam mir bei meiner morgendlichen Schwimmrunde plötzlich der Gedanke: „Was wäre eigentlich, wenn wir alle unser Herz öffnen würden?“

 

Wenn wir die Mauern, die viele um ihre Herzen errichtet haben, einreißen würden? Dann könnte jeder offen und entspannt dem anderen begegnen, angstfrei und liebevoll, müsste nicht mehr Recht haben.

 

In der aktuellen Situation, in der sich die Fronten verhärten und anscheinend kaum jemand bereit ist, dem anderen zuzuhören und dessen Meinung zu respektieren, sicherlich eine Traumvorstellung. Aber gerade notwendiger denn je.

 

Wie kann das geschehen? Es wird nur funktionieren, wenn jeder bei sich selbst beginnt. Sich herauslöst aus Konditionierungen und allgemeinen Vorstellungen. In sich hineinhört und lernt kategorisch dem eigenen Herzen zu folgen. Dem eigenen Herzen vertraut und begreift, dass nichts und niemand unser Herz verletzten kann, wenn wir es nicht zulassen

 

Was für eine Macht besitzen wir da alle – wir sollten sie nutzen – jetzt!

 

OLYMPIA

 

Olympia, da gab es diese unschönen Momente. Momente als ein Trainer „Kameltreiber“ schrie und eine Trainerin die Sportlerin aufforderte ein Pferd zu schlagen. Natürlich hagelte es hinterher Entschuldigungen. Entschuldigen, die man getrost in die Tonne treten kann.

 

Da behaupteten dann doch die Betroffenen, es sei ein Versehen gewesen, dass unter Druck entstanden sei. Ich glaube ihnen kein Wort. Solche Äußerungen können unter Druck nur aus mir herausplatzen, wenn sie in meinem Inneren vorhanden sind. Menschen, die diese Ideen gar nicht in sich tragen, können sie auch unter Druck nicht äußern, weil sie einfach nicht da sind. Die Tatsache, dass solche Ideen in den beiden Personen präsent sind, ist schlimm und da hilft dann auch keine Entschuldigung, denn die löscht diese Ideen nicht. Es hilft nur, die eigene Haltung konsequent zu überdenken und zu verändern. Sind sie dazu wirklich bereit und haben sie überhaupt verstanden, worum es wirklich geht?  Ich habe da so meine Zweifel….

 

Gefühle

 

Der Psychologe Paul Ekmann hat 7 Grundgefühle der Menschen definiert. Diese Grundgefühle sind phylogenetsich, das bedeutet, dass sie in der menschlichen Psyche in allen Kulturen gleichermaßen anzutreffen sind. Kulturübergreifend wird mimisches Ausdrucksverhalten (z.B. Lachen oder Weinen) als Beleg für ein Grundgefühl angesehen. Zu diesen Grundgefühlen gehört Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung. Andere Psychologen zählen auch noch Scham dazu.

 

Diese Grundgefühle sind bei einem gesunden Menschen alle vorhanden und haben in unterschiedlichen Momenten ihre Daseinsberechtigung. Gesund ist, jederzeit von einem in ein anderes Gefühl wechseln zu können. Trotzdem gibt bei den meisten Menschen ein Gefühl den Ton an, steht im Vordergrund. Gut, wenn es die Freude ist. Diese Menschen sind meistens freundlich, optimistisch und zugewandt. Mit permanenter Wut im Bauch oder tiefer Traurigkeit in den Zellen fällt das erheblich schwerer. Diese Prägung entsteht einerseits durch die Persönlichkeit, die jedes Kind mitbringt und natürlich durch die Prägung, die wir in unserer Kindheit erfahren haben.

 

Da ist es dann gut, einmal hinzuschauen. Fühle ich diese Gefühle kraft meiner Persönlichkeit selbst oder habe ich sie von Papa oder Mama einfach nur übernommen.  Dafür muss ich erstmal in der Lage sein, eigene Gefühle benennen zu können. Ich muss wissen, ob ich gerade wirklich wütend bin oder in Wirklichkeit traurig bin. Vielen Menschen fällt es nicht so leicht, eigene Gefühle zu entdecken und zu benennen. Viellicht haben wir alle das nicht gut genug gelernt, haben doch viele als Kind die Erfahrung gemacht, dass die eigenen Gefühle nicht gesehen und gewürdigt wurden und dadurch den Kontakt zu den eigenen Gefühlen verloren. Es lohnt sich den Kontakt wieder zu knüpfen.

 

Lebenswege

 

In dieser Woche gab es in unserer Zeitung einen Artikel über eine Frau, die in Syrien Professorin für Kunst gewesen ist. Angekommen, nach der Flucht in Deutschland, wurde ihre Qualifikation nicht anerkannt und sie arbeitet heute als Putzfrau und Mädchen für alles in einem Hotel. Was für ein Lebensweg. Er erinnert mich an die Lebensgeschichte der Schwiegereltern meines Sohnes. Sie kommen aus Nowosibirsk. Der Mann hat Chorleitung studiert und die Frau Kunst. Keine Chance mit diesen Qualifikationen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Also hat er in der Fleischfabrik und sie in einer Schokoladenfabrik gearbeitet. In ihrer Freizeit hat er Musikunterricht gegeben und sie wunderschöne Bilder gemalt. Heute, 60 Jahre alt, habe beide noch eine Weiterbildung zum Betreuungsassistenten gemacht. Sie malt jetzt mit alten Menschen und er macht Musik mit dementen Personen. Nach fast 30 Jahren fast angekommen im alten Beruf. Trotz dieses Weges erlebe ich beide immer als zufrieden mit sich und der Welt.

 

Mich berühren solche Geschichten und ich frage mich immer, wieviel Kraft es braucht, um alles hinter sich zu lassen und neu auf einer ganz anderen Ebene in einer fremden Umgebung zu beginnen. Lebensfreude dabei nicht zu verlieren bzw. wieder zu gewinnen.

 

Könnten diejenigen, die Fremde nicht im Land haben wollen, diese Kraft aufbringen?

 

Flüchtlinge oder Geflüchtete

 

Flüchtling oder Geflüchtete, welcher Begriff trifft die Sachlage besser, ist respektvoller? Ich habe in der letzten Woche darüber einen spannenden Austausch mit einer Freundin geführt, die studierte Sprachwissenschaftlerin ist. Sie favorisiert den Begriff „Geflüchtete“, macht ihn zum Thema in Gruppen, die an dem Thema „Faire Behandlung“ arbeiten.

 

Die Diskussion entzündete sich daran, dass ich immer von Flüchtlingen spreche. Geflüchtete ist mir zu beliebig. Wir sind alle schon einmal geflüchtet. Vor dem Regen, von einer Party oder aus der Schule. Flüchtling ist für mich liebevoller, sanfter. Ihr ergeht es genau gegenteilig. Das Wort Flüchtling erzeugt Beklemmungen, Magendruck.

 

Wir beide fanden es sehr interessant wie unterschiedlich wir auf die Begriffe reagieren, was die Begriffe emotional in uns auslösen. Wir haben keine Lösung für das Problem gefunden, darum ging es uns auch gar nicht.

 

Ich habe aus dem Austausch gelernt, aufmerksamer mit Begriffen umzugehen. Im Zweifelsfall lieber einmal mehr als einmal zu wenig nachzufragen, was der Begriff beim anderen auslöst. Wie oft nutzen wir Begriffe, ohne uns beim Gegenüber zu vergewissern, was er oder sie damit verbinden und wie oft entstehen dadurch Meinungsverschiedenheiten, Missstimmungen, die wir uns dann gar nicht erklären können. Es bedarf Einfühlungsvermögens und Phantasie, um zu verstehen, dass andere Menschen andere Dinge wahrnehmen als wir selbst.

 

Also: Achtet auf euere Worte – immer wieder

 

Berge oder Meer?

 

Studien haben gezeigt, dass die Vorliebe für das Meer oder die Berge eine Frage des Temperaments ist. Extravertierte bevorzugen die Ebene und das Meer, Introvertierte die Berge.  Es wurde herausgefunden, das Berge durchweg als ruhiger, stiller, friedlicher wahrgenommen wurden, während mit dem Flachland eher Geselligkeit und Stimaulation assoziiert wird.

 

Ich weiß nicht, ob das der Grund ist. Für mich gibt es nichts Friedlicheres als Möwen beim Segeln über dem Meer zuzuschauen. Ich habe da eine andere Idee, wo der Grund liegt.

 

Meer und Ebene sind offen, das ist Weite, da habe ich einen freien Blick. Es gibt keinen Schutz vor irgendetwas, ich kann heute schon sehen, wer morgen zu Besuch kommt.

 

Berge dagegen sind eng, der Blick ist eingeschränkt, wenn ich nicht gerade oben auf dem Berg bin, dafür fühle ich mich vielleicht beschützt von diesen Riesen um mich herum, fühle mich geborgen und empfinde keine Enge.

 

Ich glaube das treibende Gefühl bei der Entscheidung Berge oder Meer ist genau dieser Raum, der sich entweder öffnet oder begrenzt ist. Introvertierte Menschen mögen Sicherheit und Verlässlichkeit, vertraute Räume und keine Weite, in der alles Mögliche passieren kann.  Sie bevorzugen geschütztes, begrenztes Terrain. Extravertierte Menschen haben keine Angst vor freiem Raum, mögen ihn sogar gerne. Offenes Gelände, in dem vieles möglich ist, dass sich bewegende Meer bietet Entspannung, weil es nicht starr ist. Denn Starre wird von Extravertierten oft als Bedrohung empfunden.

 

Wie schön, dass jeder frei wählen kann, wo es ihn hinzieht.

 

Ubuntu

 

Ubuntu, eine Lebensphilosophie aus den afrikanischen Subsahara-Ländern. Die sinngemäße Übersetzung lautet: „Ich bin, weil wir sind.“

 

Desmond Tutu, ein südafrikanischer Geistlicher und Menschenrechtler, schreibt in seinem Buch „Keine Zukunft ohne Versöhnung“ folgendes: „Ein Mensch mit Ubuntu ist offen und zugänglich für andere, fühlt sich durch andere bestätigt und nicht bedroht, sondern weiß um die Fähigkeiten und Güte anderer. Er oder sie besitzt eine ausgeprägte Selbstsicherheit, die von dem Wissen herrührt, dass er oder sie einem größeren Ganzen angehört.“

 

Was für eine großartige Haltung und wie weit sind wir in Deutschland davon entfernt.

 

Meine südafrikanische Freundin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Deutschen in Gesprächen ständig bemüht sind, sich selbst gut darzustellen, sich abzugrenzen gegenüber den anderen. Anders in Südafrika, da beginnt ein Gespräch damit, das man als erstes die Gemeinsamkeiten sucht. Über andere herzuziehen, z.B. Kommentare über Tänzer auf der Tanzfläche abzugeben, wird gesellschaftlich geächtet, ist ein absolutes No-Go.

 

Geboren ist diese Haltung aus der Lebensphilosophie Ubuntu, die die Gemeinschaft in den Vordergrund stellt. Wie gut könnten wir ein Stück davon gebrauchen. Das Gegenüber wertschätzen, wissen, dass bei einem gemeinsamen Handeln mehr erreicht wird, als wenn jeder alleine vor sich hin werkelt. Wirklich zu verinnerlichen, dass man gemeinsam weiter kommt als alleine.

 

Wenn man in Johannesburg auf dem Flughafen OR Tambo landet, empfängt einen auf einer Wand in großen Buchstaben der Spruch „Alleine geht man schneller, gemeinsam geht man weiter“.

 

Wir sollten in beherzigen.

 

Bild: medium.com

 

 

 

 

 

Gehorsam

 

Von Stefan Hiene gibt es den wundervollen Spruch: „Wer seine Ohnmacht nicht fühlen, verlangt Gehorsam“.

 

Wie war und wie oft erleben wir genau diese Situation im Alltag, gerade in der aktuellen Corona Situation.

 

Da wird die Maskenpflicht brachial durchgesetzt, abstruse Regeln eingeführt, Nachbarn kontrolliert, abweichende Meinungen abgestraft und alles nur, weil die Menschen, sich nicht ihren eigenen Ängsten stellen wollen. Lieber glauben, es gäbe so etwas wie Sicherheit im Leben.

 

Was wäre, wenn wir alle nur und ausschließlich fühlend durchs Leben gehen würden, unsere gesamte Befindlichkeit kennen würden und uns ihr in jedem Moment stellen würden. Das bedeutet nicht, das wir uns darin verlieren würden, handlungsunfähig werden würden. Es bedeutet lediglich, dass wir unsere Gefühle kennen, sie benennen können und sie nicht unbewusst ihr Unwesen treiben. Es bedeutet, dass wir unseren Kopf als Werkzeug nutzen, um effektiv damit umgehen zu können.

Müssten wir dann noch von irgendjemandem Gehorsam verlangen oder könnten wir nicht viel mehr mit seinem Verhalten einfach umgehen. Angemessen darauf reagieren, ohne von unseren eigenen Themen gepuscht zu

Französisch

Diese Woche wurde ich von der Flüchtlingshilfe gebeten, eine junge Frau zum Zahnarzt zu begleiten, weil ich Französisch spreche. Französisch für den Hausgebrauch. Würde das reichen? Zahnarzt Wortschatz gehört definitiv nicht dazu.
Zur Sicherheit habe ich meine studentischen, Deutsch lernenden, Kontakte in der Elfenbeinküste gefragt, ob sie mir im Fall der Fälle helfen würden. Natürlich haben sie zugesagt. Ich hätte sie einfach anrufen können. Gott sei Dank war es nicht erforderlich. Aber ich habe mich gefreut, gut vernetzt zu sein und weltweit helfende Geister zu haben.
Ich habe sie dann nicht benötigt, weil die eigenen Kenntnisse ausreichten, um die wichtigsten Dinge zu klären. Nur im Moment des Schmerzes gab es leider nicht genug Wörter, um wirklich helfen zu können. Das musste die junge Frau leider durch.

Nur beobachten

 

  „Einfach nur beobachten“ dieser Satz meines Tai Chi Lehrers summt in meinen Ohren. Wie schwer ist das, einfach nur zu beobachten. Nur dastehen und die Menschen agieren lassen. Sich nicht einmischen, keinen Kommentar abgeben, nicht wütend oder traurig werden. Aber auch nicht lachen, emotional völlig neutral bleiben. Die eigenen Themen nicht mitspielen lassen. Wie oft mischen wir uns ein, regen uns oft, urteilen, schimpfen und verzweifeln. Oft, ja sogar sehr oft bekomme ich das schon ganz gut hin, doch im Zusammenhang mit widersinnigen Corona Maßnahmen scheitere ich immer wieder aufs Neue. Ich schaffe es nicht, einfach nur bei mir und meiner Meinung, die so ganz anders ist als die Meinung der meisten Menschen, zu bleiben und einfach nur die anderen in ihrem Handeln zu beobachten und nicht ihre Erwartungen an mich zu erfüllen. Mich von ihren Erwartungen zu befreien, all den Kindheitsthemen, die da angetickert werden keine Beachtung zu schenken. Manchmal fühlt es sich dann an wie die Quadratur des Kreises.

 

Herzenergie

 

Ich habe mir ein spannendes Video über die Bedeutung von Namen und Buchstaben angehört. Der Name Anna steht für die große Mutter, da hab ich mich natürlich gleich erkannt gefühlt. Ganz spannend wurde es als darüber gesprochen wurde, dass der Buchstabe A für die Herzenergie steht. Mir öffneten sich ganz viele Türen bei dem Verständnis mit Herzenergie unterwegs zu sein. Diese Herzenergie sorgt eben wie eine Mutter für alle Menschen in der Umgebung. Immer dann, wenn diese Energie von strukturierten, logisch denkenden Menschen, die womöglich bürokratischen Maßnahmen folgen, ausgebremst wird, fühlt sich das so an, als würde mir ein Karton über den Kopf gestülpt. Ich kann dann nichts mehr sehen und hören und reagiere leicht konfus.

 

Ich habe mich schon oft über diese Reaktion geärgert, weil sie meistens unnötig zusätzliche Verwirrung stiftet und mich zornig zurücklässt. Jetz habe ich eine Erklärung, warum das so ist und warum ich fast gar nicht anders kann als so zu reagieren. Ausgebremste Herzenergie eben…

 

Spannend übrigens , dass mein Mann, dessen Name auch mit A beginnt und ich unseren 3 Kindern auch Vornamen mit A ausgesucht haben. So viel Herzenergie ….

 

Falls ihr es auch hören wollt:

https://www.neuehorizonte.tv/dein-name-was-verraet-er-ueber-dich/