High Sensitive Persons und die Resilenz

Gestern habe ich etwas allgemein zum Thema „Resilenz“ geschrieben.

Heute beschäftige ich mich mit dem Thema:

Was brauchen hochsensitive Menschen, um Resilenz zu entwickeln?

 

Der Punkt, dem besonders die Sensiblen große Aufmerksamkeit widmen müssen, ist die „Selbsfürsorge“. Niemand kennt Ihre Bedürfnisse so gut wie Sie selber.

 

Wenn man mit vielfältigen, feinen Wahrnehmungsmöglichkeiten ausgestattet ist, besteht die Gefahr, dass die Antennen den ganzen Tag auf Empfang stehen. Ähnlich wie beim Radio hören werden pausenlos neue Informationen bewusst oder unbewusst aufgenommen. Dieser Umstand führt dazu, dass das eigene Nervenkostüm unter Dauerstress steht, ständig im Aufmerksamkeitsmodus gefahren wird. Auf Dauer kann das auf der körperliche Ebene dazu führen, dass sich die Hormonlage verändert und Stoffwechselprozesse im Gehirn nicht mehr reibungslos funktionieren, psychische Erkrankungen in Form von z.B. Depressionen drohen.

Hier gilt es, aufmerksam zu werden bevor es zu spät ist.

Jeder kann nur für sich ganz alleine entscheiden, wann Außenreize zu viel werden, wann die eigene Aufnahmekapazität am Rand ihrer Möglichkeiten angekommen ist. Hier ist jeder Einzelnen gefragt für sich selbst zu sorgen und rechzeitig die „Notbremse“ zu ziehen, in dem er sich aus Situationen heraus nimmt, die überfordernd sind. Dieses Herausnehmen ist im Alltag nicht immer leicht zu erreichen. In der Hektik des Alltags bedeutet es, immer mal wieder kurz Momente der Ruhe einzubauen und diese genauso wichtig zu nehmen wie den nächsten Termin, der im Kalender steht:

  • Bürotür zu und sich einige Minuten nur auf den eigenen Atmen konzentrieren kinesiologische Übungen wie z.B. Achten malen oder eine kurze Yoga oder Tai-Chi -Übung ausführen
  • Einen kurzen Spaziergang im Park machen
  • Ans Fenster stellen und den Wolken nachschauen

 

Gelingt das nur unzureichend, dann bedeutet das für Hochsensible, dass sie am Feierabend für entsprechend längere und intensivere Ruhephasen sorgen müssen, Phasen, in denen sie keinen zusätzlichen Reizen ausgesetzt sind, das kann sein:

  • Sich in der Natur bewegen
  • Meditieren
  • Musik hören
  • Lesen
  • Einem künstlerischen Hobby nachgehen
  • Etwas Leckeres kochen

 

Ich wünsche allen ein reizarmes, entspanntes Wochenende

 

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