Fischen

Irgendwann erzählte auf einem Seminar der Referent, die Geschichte von dem kleinen Fischerdorf, in dem die Pelikane von den Abfällen der Fischer lebten. Eines Tages verließen die Fischer diesen Ort und in der folgenden Zeit begannen die Pelikane zu verhungern, weil sie inzwischen verlernt hatten, selber zu fischen.

Tierschützer begannen die Tiere regelmäßig zu füttern. Eines Tages weigerte sich ein neuer Helfer die Tiere weiter zu füttern. Er sagte: „Wenn wir sie füttern, ändert sich nie etwas! Wir müssen hier Pelikane ansiedeln, die noch fischen können, damit die Pelikane, die hier leben, lernen wie man fischt.“ Nach anfänglichem Zögern, wurde diese Idee in die Tat umgesetzt und tatsächlich begannen nach einiger Zeit, die hungernden Pelikane wieder selber zu fischen und die Helfer wurden überflüssig.

 

Wie oft eilen wir im Leben herbei Menschen zu helfen, sie zu unterstützen, sie mit dem zu versorgen, das sie zum Leben benötigen. Wir fühlen uns gut bei dieser Arbeit, denn schließlich ernten wir Dankbarkeit.

Was könnte sich ändern, wenn wir auf Dankbarkeit verzichten würden und diese Menschen einfach mitnehmen würden, ihnen zeigen würden wie viel Spaß es macht, selbst für sich sorgen zu können. Wenn wir ihnen die Verantwortung für ihr Leben zurückgeben würde, das hieße, sie auch aus ihren Abhängigkeit heraus lösen würden?

Dieses Vorgehen erfordert Geduld, erfordert die Bereitschaft auszuhalten, dass es diesen Menschen eine Zeit langer vielleicht schlechter gehen wird. Es erfordert die Bereitschaft das eigene Handeln in so kleine Schritte zu zergliedern, dass Menschen, denen es fremd ist, uns folgen können.

 

Es erfordert auch die Bereitschaft, zu erkennen, dass lieben heißt; Menschen die Verantwortung für ihr Handeln nicht abzunehmen.

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