Entlassung

Abi- Entlassung 2012 - das Motto der Abiturienten dieses Jahr: „Aufbruch in die Freiheit“. Wie immer versprühen die Abiturienten Aufregung, Aufbruchstimmung und ein bisschen Traurigkeit, denn schließlich geht eine lange gemeinsame Zeit zu Ende.

Der Direktor lobt den diesjährigen Jahrgang, der sich durch die beeindruckende Durchschnittszensur von 2,27 auszeichnet. Von 75 jungen Leuten haben 30 eine Durchschnittszensur mit einer 1 vor dem Komma. 5 junge Menschen mit einem Schnitt von 1,0 oder 1,1 werden ausgezeichnet.

Ich sitze im Publikum - staune - und warte. Warte darauf, dass Schule zeigt, dass sie nicht nur die Köpfe der jungen Menschen gut füllen konnte, sondern, dass sie in der Lage ist neben den Zensuren auch Sozialverhalten, Engagement und Einsatz zu würdigen. Im vergangenen Jahr wurde eine Schülerin für eben dieses Engagement ausgezeichnet. Ich war sehr froh über diese Auszeichnung und hoffte, dass nun jedes Jahr Empathie und Einsatz genauso wie Intellekt und Fleiß gewürdigt würden.

Mir fallen auch sofort mindestens 2 Schüler/innen ein, die in diesem Jahr hätten ausgezeichnet werden können.

Ich warte - aber nichts passiert.

Mich erfasst eine große Traurigkeit und ich denke: „So schade - was für eine Chance verpasst.“ Da habe ich eine Schule vor mir, die zu den UNESCO-Schulen gehört, die es sich auf die Fahnen schreibt, Schüler - Engagement zu unterstützen und das im Schulalltag auch oft genug tut.

Und dann wird bei der Entlassung der Abiturientia das Augenmerk von Eltern und Gästen nur auf die Zeugnisnoten gelenkt, so als könne man Leistung  ausschließlich an Zensuren festmachen.

Ich finde, es ist höchste Zeit, soziales Engagement, Empathie und Einsatz, für den es keine Noten gibt,  auch offiziell zu würdigen!

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